Projekt Schwarzspecht
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Grauspecht (Picus canus jessoensis), Buntspecht (Picoides major), Schwarzspecht (Dryocopus martius) |
| Wenn sich die Blütenknospen öffnen, grüne Blätter sprießen und uns die Sonne wieder verwöhnt, dann singt und zwitschert es rings um uns herum. Und man hört die Zimmerleute des Waldes wieder ihre Höhlen in die Bäume schlagen. Die Spechte bereiten sich auf ihre Brut vor. Drei heimische Spechtarten sind oben zu sehen. Der Grauspechthahn am Astloch mit versteckten Leckereien, eine Buntspechthenne im morgentlichen Sonnenlicht auf der Suche nach Nahrung und ein Schwarzspechthahn am frisch geschlagenen Loch seiner Bruthöhle. Wer auf seinem Waldspaziergang Ohren und Augen offen hält, der wird sie entdecken, die Zimmerleute des Waldes. |
Rote Kappe, schwarzer MantelEiner der schönsten einheimische Spechte ist für mich der Schwarzspecht. Durch meine lieben Fotofreunde Joachim und Thomas habe ich dieses Jahr das Glück, ein Paar Schwarzspechte an ihrer Höhle fotografieren zu können. Aktuell stehen wir noch ganz am Anfang dieser Spechtsaison und hoffen natürlich auf schöne Bilder. An der Entwicklung unseres Projektes "Schwarzspecht" will ich Sie hier teilhaben lassen. Schauen Sie ruhig hin und wieder rein. |
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| Geschlechtsspezifika der Hauptdarsteller Frau und Herr Specht |
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| Bruthabitat des Schwarzspechtes |
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| Der Hahn kommt zur Höhle um die Henne bei der Brut abzulösen |
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| Frau Schwarzspecht - Sie hat die kleinere rote Kappe |
KommunikationSpechte fallen den meisten Menschen eigentlich nur durch ihr Hämmern auf. Dann werden die Bäume mit den Augen abgesucht und manchmal wird der Verursacher auch entdeckt. Meist handelt es sich dann um einen Buntspecht, die wohl bekannteste und am wenigsten scheue Art unserer heimischen Spechte. Sie sind auch am ehesten an den Winterfütterungen zu sehen. Doch das allseits bekannte Geräusch des Hämmerns ist nicht die einzige Kommunikation, mit welcher diese Vögel sich verständigen. Und selbst an den Geschwindigkeiten des klopf, klopf, klop, lassen sich Spechtarten durchaus unterscheiden. Zurück aber zu unseren schwarzen Gesellen. Schwarzspechte äussern sich verschiedenartig, am ehesten nimmt man noch den Ruf wahr, mit welchem sich der Vogel beim Anflug ankündigt. Wir konnten beobachten, dass sich der Hahn bei der Rückkehr zur Bruthöhle nach einigen Tagen Brut nicht mehr lautstark ankündigte. Dieser Komfort viel für uns Fotografen nunmehr weg. Still und leise flog er die Umgebung des Brutbaumes an. Dank seiner Größe konnten wir ihn jedoch immer gut ausmachen. Ob der ruhige Anflug Methode ist oder eher durch die aktuelle "Gemütslage" bestimmt wird, werden wir im Laufe der weiteren Beobachtungen sicher feststellen können. |
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Schwarzspecht - Trommeln, Verschiedene Gesänge und Rufe eines Männchens |
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| Verschlusszeitenproblem oder der schwarze Blitz |
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| Vegetation ändert sich, mit jedem neuen Tag |
Das Grün, das Licht und die HerausforderungEinige Tage nun schon beobachten Thomas und ich die Spechte. Mit fortschreitendem Frühling verändert sich die Vegetation. Die Blätter werden größer, in saftigen Grün Präsentieren sich die Bäume und Sträucher. Was einerseits für schöne Farben sorgt, stellt andererseits Fotograf und Kamera vor neue Herausforderungen. Entweder nimmt das Laub das notwendige Licht, um auf die richtigen Verschlusszeiten zu kommen, oder der Wind drückt die nun teils tiefer hängenden dünnen Astspitzen in das Blickfeld zwischen Bruthöhle und Kamera. Die von uns gewünschten Anflugbilder sind nur sehr schwer zu realisieren, selbst mit den heutigen Möglichkeiten der Technik. Aber wir bleiben am Ball. Mittlerweile müssen die jungen Spechte in der Höhle sitzen. Beide Altvögel sind fast ständig unterwegs und kommen nur zur Fütterung und zum Abtransport der Kotballen an die Höhle. Dabei begegnen Sie sich so gut wie überhaupt nicht mehr. Die Abwesenheitsspannen der Altvögel variieren zwischen ~ 60 und ~ 120 Minuten. Da die frisch geschlüpften Spechte völlig hilflos und noch sehr klein sind, wird das Futter wohl durch die Altvögel herausgewürgt. Bis dato konnten wir jedenfalls keinerlei Futtertransport im Schnabel beobachten. |
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| Anflugstudie - so langsam kommt es dem Zielbild näher |
Das Brutgeschehen festgehaltenJeder Naturfotograf kennt die größte, benötigte Tugend für diese Art der Fotografie - Ausdauer! Viel Zeit also muss investiert werden, will man bestimmte Verhaltensweisen im Bild festhalten und dabei etwas über sein Motiv lernen. Die Schwarzspechte forderten diese Tugend von uns ein. Zumindest, wenn es darum ging, die Anflüge an der Bruthöhle dokumentieren zu wollen. Während der Zeiten vor Ort habe ich mir immer wieder notiert, was um mich herum geschah und was mir besonderes aufgefallen war. Dies in Kombination mit den Aufnahmezeiten aus den Bilddaten ergab nach und nach eine kleine Dokumentation. Insbesondere die Zeitspannen, in welchen die Altvögel auf Nahrungssuche waren, konnten wir daraus gut ablesen. Ebenfalls notiert haben wir ob die Altvögel sichtbar Futter trugen und ob sie beim Abflug Kotballen mit sich führten. Nebenbei noch das Wetter notiert und schon hatten wir eine kleine Übersicht, welche uns im kommenden Jahr vielleicht nützlich sein konnte. Nachstehend ein kleiner Ausschnitt daraus. |
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| Beobachtungen notieren - nicht nur ein Hilfsmittel für Naturschützer |
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| Fütterungszeit - Sie verläßt die Höhle |
Mit fortschreitender Aufzucht der Jungspechte und deren Entwicklung steigt natürlich auch die Produktion an "Endprodukten". Die heranwachsenden Nachwuchsspechte benötigen immer mehr Platz in der Bruthöhle und die Kotballen würden die Erkrankung fördern, sofern sie in der Höhle verblieben. Folgerichtig nahm auch der Abtransport von Kotballen zu. Und was dort aus dem Heim des Nachwuchses geschafft wurde, war nicht gerade wenig. Konnten wir in den ersten Tagen nur unregelmäßige Kotballentransporte beobachten, so nahmen sie mit der Zeit zu und standen bald bei fast jeder Fütterung auf der Tagesordnung.
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| Müllabfuhr - Abtransport der Kotballen |
Gegessen wird, was auf den Tisch kommt!Wie schon mehrfach geschrieben, konnten wir bis heute (15. Mai 2011) keine Transporte von Futter im Schnabel beobachten. Mittlerweile jedoch sind die jungen Spechte in ihrer Höhle ein gutes Stück gewachsen. Zumindest konnten wir bereits den ersten Schnabel am inneren Teil des Hölhleneingangs auf unseren Bildern ausmachen. Dies führt nun dazu, dass die Altvögel aussen am Stamm hängend und den Kopf in das Höhleninnerre steckend, das Futter übergeben. Dabei konnten wir beobachten, wie Futter nach oben gewürgt und in den Schnabel gedrückt wird, dann bekommen die Jungvögel die Nahrung. Um was es sich dabei genau handelt, müsen wir noch klären. Wir können dies ohne fachmännische Bestimmung anhand der Bilder nicht sagen. |
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| Abflug im letzten Abendlicht |
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| Mehr Augen! Diese Insektenart fand mein Stativ und mein Objektiv als Sitzwarte sehr reizvoll |
Des einen Leid, des anderen Freud
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| Schwarzspechthenne und ihre "Tochter" |






















