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Bestätigt: Der Wolf war zu Besuch in Ostwestfalen

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+++ Pressemitteilung +++

Recklinghausen, 04.03.2010

Jetzt ist es amtlich: Vor Weihnachten 2009 war ein Wolf
im Raum Borgentreich imKreis Paderborn unterwegs.

Dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz
liegt jetzt das Ergebnis des Fachlabors vor, das eine DNA-Analyse von vor
Ort aufgefundenen Haarproben gemacht hat. Der Verdacht auf einen Wolf kam im
Dezember auf, weil an einem tot aufgefundenen Schaf außergewöhnliche, auf einen
Wolf hindeutende Spuren gefunden wurden.


Für die Fachleute im LANUV NRW und den Forstbehörden kommt der Befund nicht
unerwartet – seit Jahren gibt es Wölfe in osteuropäischen Ländern und den östlichen
Bundesländern. Dort leben ganze Rudel. Und ein einzelner Wolf lebt seit längerem
im Reinhardswald in Hessen, an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Daher ist es
wahrscheinlich, dass die Wolfsspuren im ostwestfälischen Borgentreich von eben
diesem Wolf stammen.
Seit Dezember gibt es keine weiteren Hinweise auf den Wolf in NRW. Alles spricht
also dafür, dass es sich um einen kurzen Besuch des Wolfes in unserem Bundesland
gehandelt hat. „Wir bereiten uns dennoch auf weitere Besuche des Wolfes vor“ so
der für Artenschutz zuständige Abteilungsleiter des Landesamtes Dr. Georg Verbücheln.
Dazu hat das Land eine Arbeitsgruppe aus Fachleuten von Behörden, Naturschutzverbänden,
Jagd und Schafzucht gegründet. Dabei greift man auf die durchweg guten
Erfahrungen aus Sachsen zurück. Die dortigen Wolfsrudel leben in Wäldern, ohne
dass es zu Konflikten mit der Bevölkerung kommt.
Die Bevölkerung in Ostwestfalen wird den scheuen Wolf wohl auch bei ausgedehnten
Waldspaziergängen nicht zu Gesicht bekommen – Wölfe sind entgegen der Märchenerzählungen
nicht angriffslustig und meiden den Menschen.
Für möglicherweise betroffene Schafzüchter, aus deren Herden eventuell ein Schaf
gerissen wird, wird das Land Entschädigungsregelungen treffen.
Der Wolf ist übrigens streng geschützt – als bedrohte Art darf er auf keinen Fall bejagd
werden!

Über LANUV: Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV NRW) ist als 
Landesoberbehörde in den Fachgebieten Naturschutz, technischer Umweltschutz für Wasser,
Boden und Luft sowie Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit tätig. Die 1200 Fachleute
aus Technik und Wissenschaft beraten und unterstützen die Landesregierung und die
Vollzugsbehörden, sie kooperieren mit nationalen und internationalen wissenschaftlichen
Institutionen und informieren die Öffentlichkeit mit Publikationen, in Veranstaltungen und über
Infosysteme. Das LANUV ist im Internet unter www.lanuv.nrw.de präsent.


Ansprechpartner für die Presse:
Dr. Babette Winter
Leitung Pressestelle
Telefon 02361 305-1337; Mobil: 0173/5413406
Eberhard Jacobs
Fachliche Öffentlichkeitsarbeit / Pressestelle
Telefon: 02361/305-1521
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